Walnussöl

Walnussöl – ein Allroundtalent für die Gesundheit

Walnussöl ist ein aromatisches Speiseöl, welches neben seinem guten Geschmack auch andere gute Eigenschaften aufweisen kann. So wird es neben der Speisezubereitung auch für die Gesundheit genutzt, in der Kosmetik, der Ölfarbenherstellung und zur Holzpflege.

Die Herkunft des Walnussöls

Walnussöl wird aus den Kernen von Walnüssen gewonnen, deren Baum den wissenschaftlichen Namen Juglans regia trägt, oder einfach als „Echte Walnuss“ bezeichnet wird.

Der Baum stammt wahrscheinlich aus Mittelasien und wurde dann über Griechenland nach Europa und anschließend nach Mittelamerika gebracht. Heute wachsen die meisten Walnussbäume in Kalifornien, Frankreich, China, Italien und Chile.

Die kugelige, einsamige Steinfrucht wächst in braunen Schalen heran, die trotz ihrer Härte leicht zu knacken sind. Pro Baum können etwa 50 Kilogramm Nüsse geerntet werden, deren Samen bis zu 65% aus Öl bestehen. Natürliches Walnussöl ist hellgelb bis grünlich gelb und hat einen nussigen, bis leicht herben Geschmack.

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Walnussöl in der Küche

Dieser nussige, arteigene Geschmack ist einer der Gründe, wieso Walnussöl als beliebtes Speiseöl gilt. Besonders bei Feinschmeckern gelten die nativen Öle aus Frankreich, Moldawien und Indien als die besten Walnussöle. Dort werden die Nüsse vor der Verarbeitung nicht geröstet. Das sorgt für einen eher mild- nussigen Geschmack und macht das Öl sehr fein. Das Rösten der Nüsse sorgt für einen noch intensiveren Geschmack des Öls, es ist also eher eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Da Walnussöl durch seinen niedrigen Rauchpunkt von 130 Grad Celsius sehr schnell ranzig wird, wird es nicht zum Braten oder Kochen verwendet, sondern meist, um in der kalten Küche für einen besonderen Geschmack zu sorgen. Besonders passend ist es als Salatöl, für Gemüse wie Spargel und Sellerie, in Suppen, zu Fisch und zu Desserts, Gebäck und anderen Süßspeisen wie Eiscreme.

Lange Jahre galt Walnussöl als reines Öl für Gourmets. Mittlerweile ist es aber, auch auf Grund seiner positiven Auswirkungen, auf die Gesundheit viel weiter verbreitet.

Walnussöl als Gesundheitselixier

Walnussöl enthält gleich mehrere gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Es besteht aus etwa 9 % gesättigten Fettsäuren, 18% einfach ungesättigten Fettsäuren und 73% mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Linolsäure. Diese kurbelt den Fettstoffwechsel an und kann den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen, da die guten HDL- Cholesterinwerte gehoben werden und die schlechten LDL- Werte sinken.

Der wichtigste Stoff für die Gesundheit im Walnussöl sind die Omega-3-Fettsäuren, die heute in vielen Produkten wie Margarine enthalten sind. Diese lebensnotwendigen Fettsäuren sind wichtig für die Gesunderhaltung von Nerven- und Gehirnzellen, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, vermindern die Ablagerungen in den Gefäßen und wirken so einem Herzinfarkt entgegen.

Der Magnesiumanteil des Walnussöls kann dabei helfen, Stress und damit auch den Blutdruck zu senken. Der Blutzuckerspiegel wird durch die vielen guten Ballaststoffe der Walnuss niedrig gehalten, da diese langanhaltend sättigen.

Ebenfalls in Walnussöl enthalten sind viele Vitamine der B- und E- Gruppe, die zusammen mit den Antioxidantien und dem Fettsäuremuster die desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung des Öls ausmachen.

Viele Studien haben bewiesen, dass bei einem regelmäßigen Verzehr das Immunsystem gestärkt wird, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigt, der Blutdruck, wie auch die Gefahr an einer Herz- oder Kreislaufkrankheit zu erkranken gesenkt werden.

Diese Studien sind auch der Grund dafür, dass Walnüssen erstmals ein so genannter Health Claim („gesundheitliche Aussage“) der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA erlaubt wurde. So darf auf Verpackungen mit dem gesundheitlich- positiven Effekt auf Herzgefäßerkrankungen geworben werden, natürlich immer unter der Bedingung, dass auch die restliche Ernährung vernünftig und gesund ist.

Den Walnüssen wird außerdem zugesagt, Krankheiten wie Rheuma, Schuppenflechte und Darmkrebs vorbeugen zu können. Diese Wirkung wurde bisher aber noch nicht wissenschaftlich genau festgehalten. Weitere Studien finden Sie außerdem unter https://www.walnuss-oel.de.

Walnussöl und seine kosmetischen Anwendungen

Trotz seiner vielen guten Eigenschaften wird das Walnussöl in der Kosmetikbranche noch nicht so viel benutzt.

Die vielfältigen Fettsäuren in dem Öl eignen sich besonders gut zur Haut- und auch zur Haarpflege. Das liegt vor allem an dem hohen Anteil an Linolsäure, die auch naturgemäß in der Haut zu finden ist. Deswegen zieht Walnussöl sehr schnell in die Haut ein und macht sie geschmeidig. So kann selbst irritierte, trockene, lichtgeschädigte und rissige Haut wieder glatt und gesund zu werden, da das Öl zusätzlich zur Pflege auch die natürliche Regeneration der Haut unterstützt. Da es natürlich ist, kann es auch auf empfindlichen Hautregionen wie den Lippen angewendet werden. Dort ersetzt es dünn aufgetragen den Fettstift auf rissigen und trockenen Lippen.

Ein weiteres Öl, das sich sehr gut für die Hautpflege eignet ist Arganöl, es wirkt entzündungshemmend, heilt und pflegt die strapazierte Haut, die bei diesen Erkrankungen zudem extrem austrocknet, sich schuppt und ganz besonders empfindlich auf äußere wie innere Einflüsse reagiert. Mehr Informationen und Studien über Arganöl finden Sie unter http://www.naturinstitut.info/arganoel.html

Durch die desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung der Vitamine, Säuren und Antioxidantien im Walnussöl können auch Mitesser verkleinert werden. Dazu kann Walnussöl als Hautpflegeöl oder als Zusatz in Cremes und Salben verwendet werden. Nur wenige Tropfen in der üblichen Tagescreme unterstützen die Pflege und Desinfektion der Haut. Auf Grund dieser Wirkung kann Walnussöl auch gut zur Seifenherstellung benutzt werden.

Walnussöl eignet sich ebenfalls ideal als Massageöl, da es sich durch die natürlichen Bestandteile gut auf der Haut verteilen lässt und diese gleichzeitig mit gepflegt wird. Es kann als Basisöl verwendet, aber auch mit anderen Ölen kombiniert werden, sehr gut eignet sich zum Beispiel Schwarzkümmelöl. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.schwarzkuemmeloel360.net

Auch das Haar kann von einer Kur mit Walnussöl profitieren. Durch seine feine Struktur kann es im Gegensatz zu Olivenöl zum Beispiel auch als ganzheitliche Kur für die Haare verwendet werden. Dazu werden je nach Haarlänge sparsame Mengen auf das trockene Haar, in die Haarspitzen bis hoch in die Wurzeln eingeknetet. Die Haarwurzeln werden dadurch gestärkt, dünnem Haarwuchs wird vorgebeugt und trockenes Haar wird tiefenwirksam mit Feuchtigkeit versorgt.

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Andere Anwendungsbereiche

Walnussöl wird auch in der Malerei und zur Pflege von Holz verwendet. In der Kunst werden gerne Ölfarben mit einer Basis aus Walnussöl hergestellt. Diese Farben stechen vor allem durch ein hohes Pigmentaufnahmevermögen, die schnelle Trocknung und das geringe Vergilben hervor. Walnussöl kann auch verwendet werden, um seine eigenen Ölfarben herzustellen oder gekaufte Farben ganz einfach zu verdünnen. Bei allen Anwendungen gibt das Öl der Oberfläche einen schönen Glanz.

Dieser Oberflächenglanz wird auch bei der Pflege von Holzmöbeln benutzt. Vor allem Möbel, die bei der Vorbereitung oder dem Verzehr von Speisen Verwendung finden, wie zum Beispiel Arbeitsplatten, Esstischen, Frühstücks- oder Schneidebrettern. Durch seine natürlichen Inhaltsstoffe schadet es nicht, wenn das Essen mit dem behandelten Möbel in Berührung kommt. Auch Kinderspielzeug aus Holz können mit dem Öl behandelt werden, da es als ungefährlich einzustufen ist, auch wenn das Kind das Holz in den Mund nimmt. Zur Behandlung wird das Holz einfach mit dem Öl eingepinselt, dazu verwendet man am besten reines natives Walnussöl, das kaltgepresst wurde. Nach einigen Stunden Einwirkungszeit kann das Öl abgewischt und die Behandlung zwei bis drei Mal wiederholt werden. So erhält das Holz einen schönen Glanz, dunkelt es etwas ab, lässt den Holzcharakter hervorstechen und macht es unempfindlicher. Diese Anwendung ist allerdings nicht dauerhaft haltbar sondern sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Die Gewinnung von Walnussöl

Bei der Gewinnung von Walnussöl gibt es mehrere Verfahren, die angewendet werden können.

Am häufigsten wird die so genannte Kaltpressung angewendet. Dazu werden die Kerne geschält, zerkleinert und langsam gepresst, bis das Öl austritt. Dies geschieht bei einer Temperatur unter 40 Grad Celsius. Durch dieses schonende Verfahren, nach dem das Öl nur noch gefiltert und dann abgefüllt wird, bleibt ein ursprüngliches kräftiges Aroma zurück und die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben ebenfalls erhalten.

Viele Walnusskerne werden auch in der Heißpressung verarbeitet. Bei diesem Verfahren wird, wie der Name schon sagt, hohe Hitze hinzugefügt, um das Öl zu gewinnen. Wenn das Öl durch die hohe Hitze austritt, wird es mit Hilfe organischer Lösungsmittel herausgelöst. Anschließend wird das Lösungsmittel durch erneutes Erhitzen entfernt, sowie die anderen unerwünschten Stoffe durch Raffination. Das Walnussöl, das bei dieser Methode gewonnen wird, ist eher geschmacks- und geruchsneutral, dafür aber viel länger haltbar als kalt gepresstes Öl.

Um den Geschmack trotz des Verfahrens zu intensivieren, werden die Nüsse vor dem Prozess häufig geröstet. Das bringt den Nussgeschmack besser hervor. Bei der Kaltpressung können die Nüsse ebenfalls vorher geröstet werden. Doch da der Geschmack bei der Anwendung eh besser erhalten bleibt, kommt dies seltener als bei der Heißpressung vor.

Um einen Liter Walnussöl zu gewinnen müssen in etwa 2-3 Kilogramm Kerne ausgepresst werden. Dies ist eine gute Ausbeute im Gegensatz zu vielen anderen Nusssorten, die durch den hohen Ölgehalt in den Kernen ermöglicht wird.

Lagerung und Haltbarkeit

Generell ist Walnussöl nicht sehr lange haltbar. Es muss dunkel und kühl gelagert werden, am besten in einer Speisekammer oder im Kühlschrank. Selbst in der originalverpackten Flasche, die dunkel gefärbt sind, hält sich das Öl nur etwa sechs bis zwölf Monate. Deswegen ist es wichtig, genau auf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Flasche zu achten. Wenn die Flasche geöffnet wurde, sollte sie schnell aufgebraucht werden, da das Walnussöl bei Luftzutritt sehr schnell oxidiert und ranzig wird.

Hinweis: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Sie widerspiegeln nur die Meinung des Verfassers und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie können eine ärztliche Beratung oder die Behandlung durch entsprechend ausgebildete Ärzte nicht ersetzen. Wir übernehmen keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.

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