Walnussöl

Walnussöl pressen – Gewinnung des Nussextrakts

Seine Verwendung findet Walnussöl in der Küche, beispielsweise für Salatdressings, aber auch als Inhaltsstoff für Pflege- und Massageöle wird es genutzt. Doch wie lässt sich der Saft aus den Walnüssen pressen? Zur Gewinnung von Walnussöl existieren verschiedene Methoden.

Vorbereitung auf die Pressung von Walnüssen

Um Walnussöl zu pressen können verschiedene Techniken angewandt werden. Hierbei wird zwischen der Kaltpressung, der Heißpressung und der Extraktion unterschieden. Bevor es zum Pressen der Walnuss kommt, ist es erforderlich, die Walnüsse mehrere Monate zu lagern und anschließend zu mahlen. Nach der Lagerung sollten die Walnüsse einen Fettgehalt von über 60% aufweisen. Um ein stärkeres Aroma zu erzielen, besteht die Möglichkeit die Walnüsse vor der Pressung zusätzlich zu rösten.

Methoden zur Gewinnung von Walnussöl

Die gesündeste und beste Form des Walnussöls lässt sich durch die Kaltpressung gewinnen, denn bei dieser Technik werden weder eine zusätzliche Wärmezufuhr noch chemische Lösungsmittel angwandt. Dabei liegt die Temperatur unter 40° Celsius. Genutzt wird dazu meist eine sogenannte Schneckenpresse als Bestandteil einer Ölmühle. Diese erzeugt beim Arbeitsvorgang nur eine geringe Reibungswärme und kommt dem Resultat zugute. Anschließend muss das Walnussöl einer Filterung unterzogen werden, bevor es schließlich abgefüllt wird. Dies bedeutet einen geringeren Arbeitsaufwand gegenüber der weiteren Methoden zur Pressung von Walnussöl. Die höhere Qualität kaltgepressten Walnussöls macht sich durch ein starkes Aroma bemerkbar, denn hierbei gehen die wichtigen Inhaltsstoffe nicht verloren.

Im Gegensatz dazu werden bei der Heißpressung von Walnüssen mehrere Arbeitsschritte benötigt. Wie die Bezeichnung verrät, kommt eine recht hohe Wärmezufuhr zum Einsatz. Im Nachhinein reicht keine Filterung des Walnussöls. Es muss eine Raffination durchgeführt werden, das heißt durch eine anschließende Behandlung werden unerwünschte Begleitstoffe entfernt, so zum Beispiel Pestizidrückstände und Bitterstoffe. Dadurch ist Walnussöl als Restultat einer Heißpressung geschmacks- und geruchsneutral, was auch eine Verminderung der Qualität bedeutet, denn während der Hitzezufuhr und der Raffination gehen zahlreiche Inhaltsstoffe verloren. Gleichzeitig bedeutet eine Heißpressung aber eine größere Ölgewinnung und das Walnussöl ist länger haltbar.

Eine weitere Alternative um Walnussöl zu pressen bildet die sogenannte Extraktion. Hierbei wird jedoch nicht in diesem Sinne gepresst, sondern mit Hilfe von chemischen Lösungsmitteln das Speiseöl gewonnen. Das Lösungsmittel wird im Verfahrensverlauf abdestilliert, sodass am Ende das Öl übrig bleibt. Diese Methode zählt ebenfalls zu den im Resultat qualitativ schlechteren. Besteht die Wahl, ist daher das Pressen der Walnuss zu bevorzugen.

Walnussöl selbst pressen

Walnussöl pressen kann auch im eigenen Zuhause durchgeführt werden. Dazu können gehackte Walnüsse in Speiseöl eingelegt werden, das die Inhaltsstoffe herauszieht. Alternativ lassen sich geröstete Walnüsse in ein Leinentuch einspannen, um das Walnussöl zu gewinnen. Bei beiden Methoden sollten die Lagerungszeiten vor und nach der Pressung beachtet werden.

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